Titel

J’AMÖ-Tagung: Top-Event dank einfacher Formel

Die Rechnung ist einfach und ging auf: (Osab + Al + Bk) x Tn = Emc². Klingt kompliziert, leuchtet aber total ein!

Man addiere Organisation durch AMÖ-Justiziarin Sue Ann Becker (Osab) plus lockere Atmosphäre (Al) plus kühles Bier (Bk) – und multipliziert die Summe mit der Anzahl der Teilnehmer (Tn). Das Ergebnis: Ein mega-cooles Event hoch zwei (Emc²). Heureka! Albert Einstein hätte die J’AMÖ-Erfolgsformel nicht besser erklären können.

Mit seiner Traumkulisse Frauen­kirche, dem Residenzschloss und dem Zwinger war nach elf Jah­ren Abstinenz Sachsens Landeshaupt­stadt Dresden Schauplatz der dies­jährigen J’AMÖ-Tagung – und auch das bunte und hochspannende (Se­minar)-Programm im so genannten Elbflorenz konnte sich sehen lassen.

„Top Leute, top Speaker, top Location – eine tolle Entwicklung“, kommentierte kurz und knapp J’AMÖ-Sprecher Lukas Brüggemann (Umzug Hitzke GmbH & Co. KG, Soest) die diesjährige Tagung der Nachwuchsspediteure. Seine J’AMÖ-Kol­legin Yvonne Tögel (Gebr. Roggendorf GmbH, Köln) begrüßte den frischen Wind, den die vielen neuen Gesichter, die sich erstmals auf einer J’AMÖ-Tagung blicken ließen, mit nach Dresden gebracht hatten. Dass sich im Vergleich zum Vorjahr das Teilnehmerfeld sichtlich verändert hat, war besonders den Alteingesessenen beim ersten Blick ins Tagungsheft klar. Welchen Wert eine Teilnahme gerade für Neulinge bedeutet, weiß Teresa Martiny (Frank­furter Packer, Inh. Ewald Martiny e.K., Frankfurt/Main) noch aus eigener Erfah­rung. Sie war im vergangen Jahr in Stutt­gart zum ersten Mal dabei. „Damals kam ich mit viel mehr Leuten ins Gespräch“, sagt sie. In Dresden habe sie aufgrund der Vorjahreskontakte schon zielge­richteter kommunizieren können. Ent­wicklung, neuer Input, connecten – drei Stimmen, die hervorragen verdeutlichen, dass die mehrtägige Junioren-Veranstal­tung einen festen Platz in der Eventpla­nung des Bundesverbands verdient hat.

Stilecht auf ‘nem Dampfer

Schon der Freitagabend stand unter einem besonderen Stern. Parallel zur Tagung des Möblernachwuchs‘ fand in Dresden das 49. Internationale Dixieland-Fes­tival statt. Was lag da näher, als einen Schaufelraddampfer zu mieten und den ersten Abend stilecht im Jahre der 1920er gekleidet mit Zigarettenspitze, Hosen­träger oder Federboa zu verbringen?

Am Samstag stand im Deutschen Hygie­nemuseum dann das Sponsorenforum auf dem Programm. Inspiration holten sich die J’AMÖs in zwei hochwertigen Fach­vorträgen. Von Martin Herzog, Senior Operations Manager bei Amazon, konnten die Teilnehmer erfahren, wie das Unter­nehmen seine Kunden ins Zentrum rückt. Dabei startete Amazon 1995 wie viele an­dere Erfolgsunternehmen ganz typisch in einer Garage. Seitdem ist es immer wei­tergewachsen. „Für uns ist es immer noch Tag 1. Denn Amazon hat ein Ziel: Wir wol­len das kundenorientierteste Unterneh­men der Welt sein.“ Der Handel habe sich in den letzten 20 Jahren enorm verändert, dennoch sei nach wie vor der Kunde Kö­nig. „Es geht uns nicht nur darum, einen Kunden zu genieren, sondern eine Chance zu schaffen, ihn immer und immer wie­der aufs Neue von uns zu begeistern.“

Tipps zur Kundengewinnung

Keynote-Speaker Felix Thönnessen, Hauptakteur am Samstagnachmittag, überschrieb seinen Vortrag mit dem Ti­tel „Marketing Kickbox – So wirst du zum Kundenchampion!“. Er gewährte den anwesenden Jungspediteurinnen und Jungspediteuren unter anderem Einbli­cke in die Vorteile des Neuromarketings und innovativer Ansätze, um Produkte erfolgreicher zu gestalten. „Ich zeige Ihnen, wie Sie den Vertrieb in Ihrem Unternehmen auf die nächste Stufe brin­gen und die die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe sicherstellen können“, so Thönnessen, der es als Berater bis die Gründershow „Die Höhle der Löwen“ auf VOX geschafft hat. Tipps und Tricks zur Kundengewinnung von jemandem, der nach mehr als 1.000 Beratungen und mehr als zehn Jahren Erfahrung weiß, wie das (Marketing)-Business läuft.

Aber auch das Sponsorenprogramm hatte in diesem Jahr einiges zu bieten – die eine oder andere Zusammenarbeit ist bereits absehbar. Janet Kolbenschlag, die die Internetplattform Entladehilfen. com gegründet hat, stellte ihr innovati­ves Angebot vor – von Möbelspediteu­ren für Möbelspediteure. Dabei erklärte sie, wie das Portal mit wenig Aufwand bei der Suche und Vermittlung von Umzugspersonal am Abfahrts- oder Zielort unterstützt – „schnell, un­kompliziert und ohne Tarifvorgaben.“

Mehrwert Gesundheitsförderung

Dr. Daniel Weigert, Fachanwalt für Arbeitsrecht, informierte die Anwe­senden, was Arbeitgeber im Falle ho­her Krankenstände und mit welchen Strategien sie gegen die Ausbreitung einer „Krankmeldekultur“ vorgehen können – von ersten „Warnschüs­sen“ bis hin zu „Kampfmaßnahmen“.

Um die Gesunderhaltung des Personals zu fördern, stellte die DAK den Mehr­wert eines Betrieblichen Gesundheits­managements vor. Nicht zuletzt deshalb, um die Unternehmen neugierig auf eine Zusammenarbeit mit der DAK zu machen. Ob der Plan aufging? Möglicherweise. „Mich persönlich hat der Vortrag der DAK positiv überrascht“, zieht Julien Jourdan, Prokurist bei der Stark Umzüge GmbH in Mainz, ein positives Resümee. „Es ist sehr gut vorstellbar, dass wir gemein­sam mit der DAK ein Gesundheitspro­gramm für unsere Mitarbeiter erarbeiten.“

Um Weiterbildungsmöglichkeiten in Spedition und Logistik vorzustellen, reiste Thomas Zink von der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akade­mie (DAV, Bremen) an. Tobias Hesener stellte die Angebotsplatte an Möbel­aufzügen der Böcker Maschinenwerke GmbH vor. Marcel Frings (SVG) gab den J‘AMÖs einen Ein- und Ausblick in die Arbeitswelt der SVG-Gruppe: von der Mautabrechnung, über Tankkarten bis hin zur digitalen Aufrüstung mittels eLe­arning. Gary Yoder (KRAVAG) berichtete schließlich über wesentliche Änderun­gen in der neuen AMÖ-KLP (Seite 15).

Auf Einladung der SVG Dresden folgte am Nachmittag eine Besichtigung des Güterverkehrszentrums. Auf dem Ge­lände hat sich auch DB Schenker ein­gerichtet. Das Unternehmen gewährte den J‘AMÖs einen Blick ins Innere sei­ner Hallen, von denen aus – wie sollte es anders sein – auch nationale und in­ternationale Umzüge gesteuert werden.

Viel gesehen, noch mehr gehört, und der Vorabend steckte auch irgendwie noch in den Knochen. Gründe genug, den Sams­tagabend umso entspannter ausklin­gen zu lassen– ganz salopp mit einem Grillfest in der „Saloppe“ am Elbhang.

Dass die diesjährige Veranstaltung wie schon in den Vorjahren nicht nur durch die AMÖ-Brille erfolgreich war, sondern auch Sicht der Teilnehmenden, bestä­tigt unsere Umfrage: Knapp 60 Prozent bewerteten das Event mit der Schul­note „sehr gut“, 30 Prozent mit „gut“. Am besten gefiel neben den Vorträgen von Thönnessen und Dr. Daniel Weigert die Möglichkeit gerade für Erstteilneh­mer, mit anderen jungen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen. „Für mich als Azubi bei NeoMetrik sind die Kontakte Gold wert. Die persönli­chen Kennenlernen schaffen eine völlig neue Kommunikationsgrundlage“, sagt Tobias Mikosch. Mit vielen habe er bis­lang nur telefonsichen Kontakt gehabt, nach dem Wochenende kenne man sich jetzt auch von Angesicht zu Angesicht.

Dank an alle Förderer und Unterstützer

Ein herzliches Dankeschön richten wir an alle Förderer und Unterstützer der Ta­gung. Wir bedanken uns bei unserem Ver­sicherungspartner KRAVAG, der TransPak AG, der Böcker Maschinenwerke GmbH, Entladehilfen.com, der SVG, Rechtsan­walt Dr. Daniel Weigert, der Carl Hart­mann GmbH & Co.KG, der DAK-Gesund­heit, der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV), Denkpark GmbH (Moverscan), der Euromovers SCE mbH, Gradlyn - G.K. Airfreight Ser­vice GmbH, Mercedes-Benz, NeoMe­trik GmbH, der Hermann Paus Maschi­nenfabrik GmbH, Roldo Rent GmbH und der ROS Deutschland GmbH. dwa

Bildquelle: AMÖ

Zurück