Innenstädte: AMÖ spricht sich gegen blaue Plakette aus

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. spricht sich gegen die Einführung der geplanten blauen Stickoxidplakette aus.

Um die Wohnmobilität der Menschen sicherzustellen, sind Möbelspediteure auf den Einsatz von Lkw angewiesen. Gerade aber Dieselfahrzeuge sind von der geplanten Einführung der blauen Plakette durch das Bundesumweltministerium besonders betroffen. Der Gesamtvorstand der AMÖ hat in seiner Sitzung am 13. April 2016 die Einführung einer weiteren Plakette deshalb klar abgelehnt.

Dazu erklärte Dierk Hochgesang, Geschäftsführer der AMÖ: „Auch für Möbelspediteure ist der Schutz der Umwelt ein wichtiges Thema. Umweltpolitik muss aber praktikabel für die Wirtschaft sein. Im Vertrauen auf die getroffenen politischen Entscheidungen haben viele Möbelspediteure gerade erst in einen modernen Fuhrpark  investiert, um die Voraussetzungen der grünen Feinstaubplakette zu erfüllen. Die geplante, neue blaue Plakette würde nun in Innenstadtbereichen die Möbelspeditionen vor erhebliche Probleme stellen, ihre dortigen Kunden  sicher, schnell und zuverlässig zu bedienen“.

Die geplante blaue Plakette geht auf eine Initiative der Umweltminister von Bund und Ländern zurück. Während sich die aktuellen Umweltzonen gegen Feinstaub richten, soll die blaue Plakette die Belastungen durch Stickoxide (NOx) reduzieren.

„Die zur blauen Plakette auch von anderen Seiten vielstimmig laut gewordene Kritik zeigt, dass es sich hier um eine nicht bis zum Ende durchdachte Idee des Bundesumweltministeriums handelt. Sie würde dazu führen, eine Vielzahl von Investitionen, die getätigt wurden, im Nachhinein wertlos zu machen“, sagte Hochgesang weiter.

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