Assistenzsysteme: AMÖ begrüßt Bundesrats-Beschluss

Bundesrat verlangt einen stärkeren Einsatz für die EU-weit verpflichtende Einführung sicherheitswirksamer technischer Einrichtungen.

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. begrüßt die heutige Entscheidung des Bundesrats, von der Bundesregierung eine Forcierung der EU-weit verpflichtenden Einführung sicherheitswirksamer technischer Einrichtungen wie Abbiege- und Notbremsassistenzsysteme zur Vermeidung insbesondere tödlicher Unfälle einzufordern.

„Zur Vermeidung von Unfällen und insbesondere zum Schutz von Radfahrern und Fußgängern müssen die gesetzlichen Mindestanforderungen sowie eine verpflichtende Ausstattung von Nutzfahrzeugen mit entsprechenden sicherheitswirksamen technischen Einrichtungen wie Abbiege- und Notbremsassistenten noch stärker als bisher forciert werden“, kommentiert Dierk Hochgesang, Geschäftsführer des Bundesverbands Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. in Hattersheim.

Die AMÖ begrüßt deshalb die heutige Entscheidung des Bundesrats, von der Bundesregierung einen intensiveren Einsatz für die EU-weit verpflichtende Einführung sicherheitswirksamer technischer Einrichtungen sowie deren gesetzlichen Mindestanforderungen einzufordern.

Der nachträgliche Einbau eines Warnsystems, das einen Lkw-Führer auf Radfahrer oder Fußgänger im direkten Umfeld hinweist – sei es nun optisch, akustisch oder taktil – ist mittlerweile möglich. Das darf aber nicht dazu führen, dass Lkw-Fahrer allein solchen Systemen vertrauen oder gar dazu, dass Fahrradfahrer und Fußgänger zukünftig in blindem Vertrauen auf den Schutz durch technische Systeme im Lkw die eigene Verantwortung für die Vermeidung von Unfällen im Straßenverkehr vergessen, und nicht mehr Rücksicht auf abbiegende Fahrzeuge nehmen, betont Hochgesang. „Gleichwohl müssen sämtliche geeigneten Alternativen und Optionen zur Unfallverhütung berücksichtigt werden.“

Sofern im europäischen Rahmen Entscheidungen nicht schnell genug herbeigeführt werden können, appelliert Hochgesang an den nationalen Gesetzgeber, beispielgebend voranzugehen. „Das sind wir allen Verkehrsteilnehmern schuldig. Auch unseren Fahrern, die bei tödlichen Unfällen lebenslänglich mit dieser Belastung klarkommen müssen.“

Damit Unternehmen verbindliche Nachrüstungen realisieren können, muss gesetzlich außerdem sichergestellt werden, dass Fördermittel für eine verbindliche Nachrüstung genutzt werden können.

 

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